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GiG Software plant Kapitalerhöhung über 8,5 Mio. Euro für 80-Prozent-Anteil an 888Africa
Das in Stockholm notierte Unternehmen GiG Software hat einen Deal im Wert von bis zu 16,4 Millionen Euro angekündigt, um einen 80-Prozent-Anteil an Evokes 888Africa zu erwerben – finanziert durch eine gezielte Aktienplatzierung.
Was passiert ist
Der in Stockholm notierte Gaming-Plattform-Anbieter GiG Software plc hat Pläne bekannt gegeben, einen 80-Prozent-Anteil an Evokes 888Africa zu erwerben – in einem Deal im Wert von bis zu 16,4 Millionen Euro. Die Ankündigung erfolgte am Mittwoch, wie die Quelle berichtet.
Zur Finanzierung der Akquisition beabsichtigt GiG, 8,5 Millionen Euro (9,92 Millionen US-Dollar) durch eine gezielte Aktienplatzierung einzunehmen. Bei dieser Struktur werden die Aktien bestimmten Investoren angeboten, nicht allen bestehenden Aktionären, kombiniert mit Wandeldarlehensverträgen.
Der Vorstand entschied sich laut Quelle für eine gezielte Aktienplatzierung statt einer Bezugsrechtsemission, da diese schneller umsetzbar ist, geringere Transaktionskosten verursacht und das Risiko negativer Auswirkungen auf den Handelskurs der GiG-Wertpapiere reduziert.
Bestätigte Details
Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung werden die Vorauszahlung für die Akquisition decken, die auf rund 6 Millionen Euro geschätzt wird; der Rest ist für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. Der Kaufpreis beinhaltet auch eine aufgeschobene Gegenleistung von etwa 10,4 Millionen Euro.
GiG hat 888Africa als einen cash-generativen, profitablen, schnell wachsenden B2C-Betreiber in Afrika beschrieben. Das Unternehmen erwartet, dass die erweiterte Gruppe im Jahr 2026 einen kombinierten Umsatz zwischen 44 und 48 Millionen Euro erzielen wird, bei einem bereinigten EBITDA von 5 bis 7 Millionen Euro. Diese Prognosen gehen davon aus, dass der volle Beitrag von 888Africa im vierten Quartal 2026 beginnt.
Im Rahmen des Deals behält Evoke die restlichen 20 Prozent und bleibt aktiv in das Management eingebunden. Evoke befindet sich derzeit in einem Übernahmeprozess durch Bally's Intralot in einem All-Share-Deal im Wert von 243,1 Millionen Pfund.
Warum es für den iGaming-Markt wichtig ist
Die Akquisition markiert GiGs ersten Schritt zurück ins B2C-Glücksspiel seit einigen Jahren, nachdem sich das Unternehmen 2023 auf B2B konzentriert hatte. Seit der Abspaltung operiert GiG als reiner B2B-Plattformanbieter, was diesen Schritt zu einer bemerkenswerten strategischen Wende macht.
Der Deal überschneidet sich auch mit der breiteren Konsolidierungsaktivität in der Branche. Bally's Intralot-CEO Robeson Reeves hat Interesse an einer Reihe von Evoke-Marken und -Märkten bekundet, darunter Italien, Rumänien und die britischen Einzelhandelsvermögenswerte. Bei der Ankündigung der Übernahme im Juni sagte Reeves jedoch, es gebe keine Absicht, weitere Vermögenswerte von Evoke zu veräußern, und nur ein außergewöhnlich hohes Angebot würde diese Gleichung ändern.
Die eigene Entwicklung von 888Africa war volatil. Die Marke wurde 2022 ins Leben gerufen, als Evoke seine 888-Marke an das Afrika-orientierte Joint Venture 888Africa lizenzierte. Im August 2023 erwarb es BetLion, einen regulierten und lizenzierten Gaming-Betreiber in Kenia und Sambia seit 2019. Doch 2025 zog sich Evoke aus zehn afrikanischen Märkten zurück und veräußerte seine afrikanischen Aktivitäten im Rahmen einer breiteren Geschäftsumstrukturierung. Ab dem 2. Dezember 2025 konnten Einwohner in Angola, Bolivien, Burkina Faso, Kamerun, Kenia, Mosambik, Nigeria, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo und Somalia keine Wetten mehr über William Hill platzieren.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Der Erfolg der Akquisition hängt von GiGs Fähigkeit ab, ausreichende Mittel durch die gezielte Aktienplatzierung einzunehmen. Die Präferenz des Vorstands für diesen Weg signalisiert einen Fokus auf Geschwindigkeit und geringere Kosten, bedeutet aber auch, dass bestehende Aktionäre nicht die gleichen Vorab-Bezugsrechte haben wie bei einer Bezugsrechtsemission.
Die Zukunft von 888Africa ist auch mit der bevorstehenden Übernahme von Evoke durch Bally's Intralot verbunden. Obwohl Reeves' erste Aussage keine beabsichtigte Veräußerung von Evoke-Vermögenswerten anzeigte, könnte der Abschluss des Deals dennoch von weiteren Entwicklungen in dieser breiteren Transaktion abhängen.